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Durchgestrichene Links führen zu einer älteren Version der CD/DVD.

Cloud Storage fürs Small Business mit SMEStorage

Eine der interessantesten Anwendungen des Cloud Computing ist die Cloud Storage. Daten können auf externe Dienste ausgelagert und somit alle Mühen für Backup,wie z.B. Bereitstellung von Sicherungsmedien,eingespart werden. Der einzige Grund für Kleine und Mittelständige Betriebe,diesen Dienst nicht zu nutzen,ist die umständliche Anbindung der Standardsoftware an die Cloud-Diensteanbieter.

Hier greift ein Service namens SMEstorage. SMEStorage diest als Interface von (zur Zeit) 17 Cloud-Diensten und bietet ein umfangreiches Softwarepaket für Windows und Linux an. Dabei verlangt SMEStorage nicht die Nutzung des eigenen Speicherangebots,sondern gestattet ausdrücklich die Nutzung eigener Cloud Storage-Verträge. Somit können gesetzliche Bestimmungen bezüglich des Datenschutz,oder des Speicherortes,problemlos eingehalten werden.

Die Anbindung an die beiden bekannten Office-Pakete Microsoft(r) Office(tm) und LibreOffice geschieht über Erweiterungen direkt in den einzelnen Anwendungen und funktioniert zumindest mit LibreOffice auch problemlos unter Linux. Aber SMEStorage geht noch einen Schritt weiter:In der Betaphase befindet sich ein (Windows-)Treiber,der ein virtuelles Laufwerk erstellt und alle von SMEstorage verwalteten externen Cloud-Dienste in einem einzigen Dateisystem zusammenfasst. Obwohl dieser Treiber mit kleinen Datenmengen problemlos funktioniert,sind in meinem Test allerdings herbe Abstürze vorgekommen,wenn es darum geht,größere Datenmengen hochzuladen. Dennoch ist dieser Treiber eine Wohltat für den verwöhnten Cloud-Anwender,erlaubt er doch Software,die nicht dafür vorgesehen ist,auch Cloud-Dienste in Anspruch zu nehmen.

Business-Accounts können auf “Cloud Collaboration”-Dienste zugreifen. Hier kann man Nutzergruppen anlegen und Kontaktadressen pflegen. Auch die Anbindung an einen (US-Amerikanischen) Fax-Dienst ist möglich.

Der “lebenslange Business-Account”kostet einmalig etwa 46 Euro (Stand:11.10.2011),was $59,99 entspricht. Privatkunden kommen mit $39,99 aus,dort fehlen allerdings einige Dienste. Alle Kunden bekommen zur Zeit 2 GB Speicher auf Amazon S3 kostenlos. Ansonsten kommen möglicherweise volumenbasierte Kosten Ihres Cloud Service Providers hinzu. So nimmt Amazon S3 pro Gigabyte Speicherkapazität US $0,15 zuzüglich Kosten für Traffic. Solange dort lediglich Nutzdaten gespeichert werden,sind diese Kosten aber durchaus überschaubar. Für Videos und große Bildersammlungen ist Cloud Storage wegen der geringen Bandbreite der handelsüblichen DSL-Anschlüsse ohnehin ungeeignet.

Ein riesengroßer Vorteil von SMEStorage ist,daß auch ein FTP-Zugang Ihres Internet-Service-Providers als Cloud-Dienst eingebunden werden kann. Ausreichend Platz und eine funktionierende Datensicherung vorausgesetzt,ergibt sich hier eine grenzenlose,externe und vor allem kostenfreie Speichermöglichkeit. Es gibt auch die Möglichkeit,Backups aller Daten (Cloud-übergreifend!) auf diesem FTP-Speicherplatz (oder auf jedem beliebigen anderen Cloud-Service) zu erstellen.

Dies ist keine Werbeveranstaltung:bei Interesse googlen Sie einfach nach dem Begriff SMEStorage.

Revisionssichere Speicherung von E-Mails mit MailStore Server

Jeder Selbständige und jede Firma weiß:Geschäftsdokumente sind 10 Jahre lang revisionssicher aufzubewahren. Was wenige Selbständige aber wissen:Auch per E-Mail übersandte Dokumente sind speicherpflichtig. Es ist in der Tat so,daß diese Dokumente gemäß GDPdU aufzubewahren und im Falle einer Steuerprüfung dem Prüfer zur Verfügung gestellt werden müssen. GDPdU bedeutet:“Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen“,wird aber oft auch kurz ironisch “Gib dem Prüfer deine Unterlagen”genannt. Diese Grundsätze besagen,daß die Speicherung revisionssicher zu erfolgen hat,d.h.,daß keine nachträglichen Änderungen am Datenbestand möglich sind. Für solche Zwecke sind sogenannte WORM-Laufwerke geeignet (“Write Once Read Many”–“Einmal schreiben,Oft lesen”),aber auch die gute,alte CD/DVD kann hier Anwendung finden.

Als kleine Firma wird man sich schwerlich eine wirklich revisionssichere Speicherung von Emails leisten können,mit ein wenig Bastelarbeit am Server und einem sehr schönen Hilfsprogramm der Firma deepinvent Software GmbH aus Viersen,gerade einen Katzensprung von hier entfernt,wird die Speicherung nicht nur zum Kinderspiel,sondern macht auch noch Spaß!

Rechtliche Grundlagen

Eine pauschale Speicherung aller Emails Ihres Unternehmens darf nur dann durchgeführt werden,wenn den Mitarbeitern die Nutzung der Firmenemail für private Zwecke ganz offiziell verboten wird. Denn die Privatemail der Mitarbeiter unterliegt dem Fernmeldegeheimnis,hier darf der Chef keinesfalls schnüffeln und automatisiert Kopien dieser Daten für ein Jahrzehnt speichern. Es ist auch gewiß nicht verkehrt,den Angestellten diese Erklärung “zur Kenntnisnahme”schriftlich vorzulegen und sich den Empfang dieser Regeln mit einer Unterschrift quittieren zu lassen. Dies kann in Streitfällen zusätzliche Rechtssicherheit schaffen.

Serversoftware

Um eine umfassende Speicherung aller ein- und ausgehenden Emails zu erreichen,muß eine Manipulation des Mailservers (“MTA”) vorgenommen werden. Durch eine solche Speicherung werden nicht nur Emails aus Outlook &Co. erfaßt,sondern auch eventuell durch einen Webserver versandte Registrierungsemails,zum Beispiel für Forensysteme. Es liegt auf der Hand,daß der dadurch entstehende Datenbestand hochsensible Daten enthält und daher auf keinen Fall öffentlich zugänglich sein sollte. Im Idealfall sollten die gespeicherten Emails verschlüsselt und die fertig gebrannten Archivdatenträger sicher verschlossen abgelegt werden.

Eine einfache Manipulation der Konfiguration des sehr häufig eingesetzten MTA “Postfix”schiebt jeder empfangenen und versandten Email einen weiteren BCC-Empfänger unter. BCC steht für “Blind Carbon Copy”,was soviel bedeutet wie “Unsichtbarer Durchschlag”.

Wechseln Sie in das Verzeichnis /etc/postfix und erstellen Sie die folgenden Dateien:

Dateiname:recipient_bccDateiname:sender_bcc

Diese Dateien beinhalten die Informationen,welche Domains,oder E-Mailadressen von dieser Weiterleitung betroffen sind und wohin die Kopien der Emails gespeichert werden sollen. Die Datei recipient_bcc verarbeitet die eingehenden Daten,während sender_bcc sich mit den ausgehenden Daten befaßt. Das Zielpostfach sollte sich in einer anderen Domain befinden,um eine Rekursion und damit einen Absturz des Mailservers zu vermeiden. (Dieses Fehlverhalten ist schon seit langer Zeit behoben,aber sicher ist sicher!)

In den folgenden Beispielen verwende ich den Domainnamen “purzel.de”. Ersetzen Sie “purzel.de”durch Ihren eigenen Domainnamen.

Tragen Sie in die Datei recipient_bcc folgendes ein:

@purzel.de          store1@anderedomain.de

Ebenso verfahren Sie in der Datei sender_bcc:

@purzel.de         store1@anderedomain.de

Sie müssen nun schließlich Postfix mitteilen,was es mit den beiden Dateien machen soll. Dazu editieren Sie in der Datei main.cf folgende Zeilen:

recipient_bcc_maps = hash:/etc/postfix/recipient_bccsender_bcc_maps = hash:/etc/postfix/sender_bcc

Schließlich müssen Sie nun noch einen Index der beiden Dateien erstellen. Dies geht mit dem Dienstprogramm postmap:

postmap /etc/postfix/recipient_bccpostmap /etc/postfix/sender_bcc

Diesen Hash müssen Sie jedesmal neu erstellen,wenn Sie die Konfigurationsdateien verändern. Und endlich wird Postfix neu gestartet,um die veränderten Einstellungen einzulesen. Wenn Sie alles richtig gemacht haben,werden nun alle gesendeten,oder empfangenen E-Mails von und an purzel.de in dem externen Postfach gespeichert:

/etc/init.d/postfix restart

Da wir ab sofort ein funktionierendes Archiv haben,müssen wir dieses nun durchsuchbar und vor allem unveränderbar ablegen. Sie können einerseits die E-Mails einfach auf eine CD brennen,dann haben Sie aber keine Suchfunktion. Dies ist für kleine Selbständige,deren Kassen notorisch klamm sind,sicherlich schon eine praktikable Lösung.

Clientsoftware

MailStore Home der deepinvent Software GmbHKomfortabler geht es aber mit der Software MailStore Server der deepinvent Software GmbH. Die Software ist laut Webseite ab 295,- Euro erhältlich und gestattet eine Archivierung beliebiger Mengen von E-Mails,inklusive komfortabler Suchfunktion und Brennsoftware. Für Privatanwender ist eine kostenfreie Home-Version erhältlich,die nur unerhebliche Einschränkungen vorweist,müssen Privatanwender doch keinerlei gesetzliche Bestimmungen einhalten. In meinem Test der Home-Version speicherte ich in einer mehrstündigen Aktion mehr als 282.000 private Emails. Trotz eines Datenbestandes von mehr als 2,2 GB dauerte die Suche nach einem Begriff keine drei Sekunden.

Leider darf MailStore Home nicht in kommerziellem Umfeld eingesetzt werden,so daß ich einen genaueren Testbericht leider schuldig bleiben muß. Für Einzelunternehmer mit einer einzigen E-Mail-Adresse ist die Speicherung der .msg-Dateien auf CD/DVD absolut ausreichend. Bitte achten Sie aber darauf,daß eine gebrannte CD/DVD keine 10 Jahre hält,Sie müssen die Datenträger alle 2-3 Jahre kopieren –aber das trifft auch für MailStore-Archive zu.

Neue ‘OpenSource im Studium’pünktlich zum WS 2011/2012

Liebe Freunde der guten Lernsoftware,

trotz einiger Katastrophen hat es mit der neuen ‘OpenSource im Studium,Ausgabe Oktober 2011′dennoch geklappt. Die warme Jahreszeit nähert sich leider ihrem Ende zu,wodurch es nicht ausbleibt,daß extrem viele Updates von den Programmierern freigegeben wurden.

Nun das Wichtigste:OSiS Oktober 2011 steht auf der Support-Seite zum Download zur Verfügung und benötigt zum Brennen einen (Mini-) DVD-Rohling,oder eine Software wie Daemon Tools Lite (auf der CD eigentlich enthalten,aber einmal muß man ja rankommen).

Ich wünsche allen ‘Frischlingen’im Wintersemester viel Erfolg mit der Lernsoftware.

Ihre Daten sind Ihnen!

Wir unternehmen hier einiges an Anstrengung,um für Ihre und unsere Datensicherheit zu sorgen. Obwohl es leider auf einem “Shared Server”nicht möglich ist,eine absolute Sicherheit zu erreichen,verhindern wir seit etlichen Jahren erfolgreich eine Abwanderung von Daten an fremde Unternehmen.

So bietet IT Consult Stenzel Ihnen neben der gewohnten Piwik-Auswertung Ihrer Internetpräsenzen nunmehr auch einen vollwertigen Firefox Sync-Server an (Firefox Sync gibt es auch für Mobilgeräte!) Bei beiden Lösungen haben Sie den Vorteil,daß keine Daten unsere Server verlassen und auf gar keinen Fall an Dritte übermittelt werden. Damit dürfte die gesamte gegenwärtige Datenschutzdiskussion an Ihnen vorbeigehen,zumindest solange Sie auf die unnötige Facebook-Anbindung (“Like-Button”) auf Ihrer Webseite verzichten.